Türkische Diplome sind gültig

(Teilübersetzung aus dem türkischen)

Die in der Türkei erlangten Handwerksabschlüsse können offiziell in Deutschland anerkannt und Existenzen im Bereich des jeweiligen Handwerkes gegründet werden. Das Anerkennungs-Problem des deutsch/türkischen Handwerksabschlusses fand mit dem Coiffeur Levent Çevikel sein Ende und hat denen, die in gleicher Lage sind, die Bahn frei gemacht. Die Bemühungen nach Anerkennung seines türkischen Meisterdiploms von Herrn Çevikel haben unter anderem eine Abänderung des Handwerksrechtes bewirkt (BGBI, 2003 Teil I Nr.66 S. 2934). So wird sein Handwerkskammer-Beitritt am 24.04.2003 anderen ein Beispiel sein.

Genau fünf Jahre lang haben Herrn Çevikel Ilhami Kurtuluş, Mitglied des CDU Köln Migrationsarbeitskreises, Herr Willi Zylasew, NRW-Landtagsabgeordneter, und Herr Thomas Kufa, NRW CDU Ausländer-Sprecher, bei seinen Bemühungen unterstützt. Ilhami Kurtuluş sagte, dass nach Jahren, in denen diese notwendige Entscheidung aufgeschoben wurde, nunmehr die türkischen Mitbürger diese Probleme nicht mehr haben werden. Vom dritten Artikel des Grundgesetzes (jeder ist vor dem Gesetz gleich) ausgehend, haben wir den türkischen Bürgern die Ausübung ihres erlernter Berufes ermöglicht. Unter der Voraussetzung eines anerkannten Handwerksdiploms, einer dreijährigen Berufsausübung in Deutschland und ausreichenden Deutschkenntnissen kann ein türkischer Mitbürger nach einer Prüfung durch die Handwerkskammer seinen Beruf nunmehr ausüben.

Den ersten Schritt für die Anerkennung des türkischen Meisterbriefes wagte der Inhaber des Manolya Coiffeur-Salons, Herr Levent Çevikel. Der Ende November 2003 die Prüfung absolvierende Herr Çevikel: "Dieses Jahr im Januar bestand ich die Prüfung und habe die Partnerschaft mit dem deutschen Meister aufgegeben. Jetzt bin ich alleiniger Inhaber des Salons. Von meinen Kunden sind 80% deutsche Bürger. Sie sind voll des Lobes über türkische Coiffeure." Derzeit beschäftigt er fünf Mitarbeiter: "Anstelle des Meisters habe ich nun einen Mitarbeiter. Während es auf der einen Seite dem Staat hilft, kann ich auf der anderen Seite meine Existenz finanzieren. Ein Weg der Integration ist auch, den Zuwanderern die Möglichkeit zu bieten, ihren erlenten Beruf auszuüben."

Türkiye Ausgabe 16.04.2004

Coiffeur Manolya